Wie steht es eigentlich um Facebook?

Face­book ist das größ­te sozia­le Netz­werk, doch seit Jah­ren hört man, dass die Zei­ten von Face­book vor­bei sind. Doch tot­ge­sag­te leben eben län­ger und so hält sich Face­book wei­ter­hin erfolg­reich am Markt. Wie steht es also nun wirk­lich um Face­book?

Nutzerzahlen

Wer­fen wir zuerst einen Blick auf die User und die Nut­zer­zah­len von Face­book. Die aktu­el­len Nut­zer­zah­len von Face­book (Stand März 2019) zei­gen, dass fast vier Mil­lio­nen Öster­rei­che­rin­nen und Öster­rei­cher pro Monat min­des­tens ein­mal auf Face­book sind. Davon sind drei Mil­lio­nen sogar täg­lich auf der Platt­form online.

Bei einer Gesamt-Ein­woh­ner-Zahl von knapp neun Mil­lio­nen Öster­rei­che­rin­nen und Öster­rei­cher ist somit bei­na­he die Hälf­te in Öster­reich leben­den Per­so­nen regel­mä­ßig auf Face­book unter­wegs. Doch hört man immer wie­der, dass Face­book bei den Jugend­li­chen out ist. Dies zeigt auch der Jugend-Inter­net-Moni­tor 2018 Öster­reich von Saferinternet.at: Im Jahr 2016 lag die Nut­zung von Face­book noch bei fast 70 Pro­zent. Im Jahr 2018 lag sie bei nur mehr etwas über 50 Pro­zent. Bei den öster­rei­chi­schen Jugend­li­chen sind sozia­le Netz­wer­ke wie Whats­App, Snap­chat oder You­Tube ange­sag­ter als Face­book.

Doch wer sind die fast vier Mil­lio­nen Face­book-Nut­zer? Vor 15 Jah­ren, als die Platt­form online ging, waren die User haupt­säch­lich Stu­die­ren­de. Dies hat sich mitt­ler­wei­le geän­dert: Im Jahr 2018 bil­de­ten die 35- bis 49-Jäh­ri­gen mit 30 Pro­zent die größ­te Nut­zer­grup­pe, dicht gefolgt von den 25- bis 34-Jäh­ri­gen mit 29 Pro­zent. Die­se Alters­grup­pen demons­trie­ren, dass immer mehr Älte­re Face­book ent­de­cken und nut­zen. Daher ist es auch wenig ver­wun­der­lich, dass Jugend­li­che auf ande­re Platt­for­men, wo sie nicht unter elter­li­cher Auf­sicht sind, aus­wei­chen.

Negative Schlagzeilen

In letz­ter Zeit war Face­book aus bei­na­he kei­ner Schlag­zei­le weg­zu­den­ken. Aller­dings waren dies meist nur nega­ti­ve Schlag­zei­len und das Unter­neh­men von Mark Zucker­berg hat­te mit eini­gen Pro­ble­men zu kämp­fen: Ein Daten­skan­dal kam nach dem ande­ren und Fake-News-Kri­sen wie auch undich­te Stel­len sorg­ten für jede Men­ge Wir­bel und Auf­se­hen.

Doch das Erstaun­li­che dabei: Die Nut­zer­zah­len zeig­ten kei­ne grö­ße­ren Ein­bu­ßen und auch die Face­book-Aktie stieg wie­der an. Wie die ver­öf­fent­lich­ten Chart­ana­ly­sen zei­gen, ver­lor die Aktie Ende 2018, stieg aber Anfang des Jah­res 2019 wie­der an. Die Face­book-Aktie ist also trotz den vie­len schlech­ten Schlag­zei­len wie­der gefragt und erfreut sich gro­ßer Beliebt­heit.

Wandelbarkeit der Plattform

Face­book passt sich nicht nur den Trends an, son­dern sieht wie die­se sich ent­wi­ckeln. Dank den vie­len gesam­mel­ten Daten kann sich Face­book dem­entspre­chend anpas­sen. Mark Zucker­berg prä­sen­tier­te auf der zehn­ten Face­book Deve­lo­per Con­fe­rence, der F8, sei­ne neu­en Plä­ne für die Platt­form. Die Stra­te­gie ändert sich: Statt auf die öffent­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on, kon­zen­triert sich Face­book (und auch die dazu­ge­hö­ri­gen Soci­al Media Platt­for­men) nun auf die pri­va­te Kom­mu­ni­ka­ti­on. „Future is pri­va­te“, ver­kün­det Mark Zucker­berg auf der F8. Daher wird in Zukunft mehr Wert auf Sto­ries und Grup­pen gelegt und der News Feed rückt in den Hin­ter­grund.

Es bleibt span­nend, wie sich das Netz­werk wei­ter­ent­wi­ckelt.

Quel­le Nut­zer­zah­len Face­book: de.statista.com (Stand 05/2019) und saferinternet.at (Stand 05/2019)
Quel­le Akti­en-Ver­lauf Face­book: lynxbroker.de (Stand 05/2019)

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