Facebook und Instagram: Gibt es ein Leben nach dem Like?

Face­book und Insta­gram möch­ten die Anga­be der Like-Zah­len abschaf­fen. Auf Insta­gram wird bereits seit Juli in acht Län­dern getes­tet, wie der Feed ohne Likes aus­se­hen kann. Jetzt zieht auch Face­book nach und schafft das „Gefällt mir“ für einen Test­lauf in Aus­tra­li­en ab. Was bedeu­tet das für das Soci­al Media Mar­ke­ting?

Betrof­fen sind von der Ände­rung auf Insta­gram die Likes unter Posts sowie die Video Views. Likes wer­den nicht mehr als Zahl ange­ge­ben, son­dern so: „Per­son XY und ande­ren gefällt das“. Auf Face­book betrifft die Ände­rung Bei­trä­ge, Kom­men­ta­re, Vide­os sowie Reak­tio­nen. Außer­dem wird es offen­bar nicht mehr mög­lich sein, Unter­neh­mens-Sei­ten zu liken. Sei­ten kön­nen in Zukunft nur noch abon­niert wer­den.

Für die Erstel­le­rIn­nen von Posts und Sei­ten-Inha­be­rIn­nen ändert sich jedoch nicht viel. Sie kön­nen die Like-Zah­len der eige­nen Posts sowie die Abon­nen­ten-Zah­len ihrer Sei­ten wei­ter­hin ein­se­hen.

Warum die Abschaffung der Likes („Gefällt mir“) eine positive Entwicklung ist

Mit dem Aus­blen­den der „Gefällt mir“-Angaben möch­te Insta­gram nach eige­nen Anga­ben zu mehr Wohl­be­fin­den auf der Platt­form bei­tra­gen. Denn das stän­di­ge Wett­ei­fern um Likes kann unter Umstän­den einen hohen psy­chi­schen Druck auf Use­rIn­nen der Platt­form erzeu­gen. Und auch Face­book betont, man „wol­le, dass Face­book ein Ort ist, wo Men­schen auf eine für sie wert­vol­le Wei­se mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren kön­nen“.

In wei­te­rer Kon­se­quenz ist es sogar mög­lich, dass bald auch die Fol­lo­wer-Zahl eines Insta­gram-Accounts nicht mehr öffent­lich ange­zeigt wird.

Social Media Marketing: So könnten sich die beiden Social Media Plattformen ohne Likes entwickeln

  • Dubio­sen Like-Ver­käu­fern und Bot-Anbie­tern wür­de durch die Pri­va­ti­sie­rung der „Gefällt mir“-Angaben qua­si die Geschäfts­grund­la­ge ent­zo­gen. Das könn­te den Platt­for­men wie­der mehr Authen­ti­zi­tät ver­lei­hen.
  • Nut­ze­rIn­nen könn­ten dazu moti­viert wer­den, wie­der mehr zu pos­ten. Ohne Angst haben zu müs­sen, nicht genü­gend Likes für ihre Bei­trä­ge zu bekom­men.
  • Der Schritt vom „Gefällt mir“ hin zum „Abon­ne­ment“ macht das Fol­gen ver­schie­de­ner Sei­ten wer­tungs­frei. Man muss kein „Fan“ wer­den, um bei­spiels­wei­se die Soci­al Media Akti­vi­tä­ten der Kon­kur­renz im Auge zu behal­ten. Und selbst wenn man Fan der Kon­kur­renz ist, merkt es nie­mand. 😉
  • Influ­en­ce­rIn­nen sowie Unter­neh­men wer­den dazu ange­regt, noch hoch­wer­ti­ge­re Inhal­te zu ver­öf­fent­li­chen: Nicht mehr das schnel­le „Gefällt mir“ zählt, son­dern wie Use­rIn­nen ander­wei­tig mit dem Bei­trag inter­agie­ren. Kom­men­ta­re könn­ten an Rele­vanz gewin­nen, aber bei­spiels­wei­se auch das Spei­chern von Pos­tings.

Gibt es ein Leben nach dem Like? Definitiv: ja!

Wir hei­ßen die Ent­wick­lung von Insta­gram und Face­book will­kom­men. Unse­rer Mei­nung nach ist die Abschaf­fung der Likes der ers­te Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung, in der wich­ti­ge­re Kenn­zah­len den Erfolg von Soci­al Media Posts defi­nie­ren. Und nicht nur ein schnel­ler Klick auf den Like-But­ton.

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